Sa

08

Sep

2018

40 Stunden ohne Strom

Am 6. September um 3 Uhr morgens bebte es in Hokkaido. Das Epizentrum war etwa 150 Kilometer von unserem Wohnort Otofuke entfernt. Das bisher stärkste Erdbeben in Hokkaido mit 6.7 Magnitude. Bei uns hatte es noch etwa eine Stärke von 4, was uns doch eine Weile gut durchgeschüttelt hat. Zum Glück ist nichts vom Platz gefallen und auch sonst gab es in unserer Gegend kaum Schäden zu vermelden. Was aber passierte, im Elektrizitätswerk (in der Nähe vom Epizentrum) brach ein Feuer aus, was zu meinem Erstaunen ganz Hokkaido (2 Mal so gross wie die Schweiz) lahmlegte. Dunkel, kein Strom für etwa 3 Millionen Haushalte!  Dafür einen Blick zum wunderschönen klaren Sternenhimmel. Dieser Anblick gab mir gleich wieder Hoffnung: «Gott steht über allem».

 

Am nächsten Morgen wurde mir nach und nach klar wie abhängig wir vom Strom sind. Sollte ich noch das Auto volltanken… momentmal, die Zapfsäulen funktionieren nicht. Soll ich noch Geld abheben… auch die Geldautomaten brauchen Strom. Dann sollte ich noch einige Vorräte kaufen… auch der Supermarkt ist auf den Strom angewiesen. Die meisten Geschäfte blieben geschlossen, Supermärkte und ‘convenience stores’ waren nur kurz geöffnet, damit sich die vorsorgenden und disziplinieren Japaner mit dem Nötigsten eindecken konnten. (Schon früh am Morgen bildete sich eine Menschen-Schlange vor dem Einkaufsladen.) Auch die Ampeln zeigten nur schwarz, weshalb geraten wurde, vorsichtig zu fahren oder besser noch, das Auto zu Hause zu lassen.

 

Lange wusste niemand so genau, wie lange diese Situation anhält. Es hiess, es kann bis zu einer Woche gehen. Gott sei Dank, waren es nur 40 Stunden. Obwohl es immer noch Orte oder Häuser ohne Elektrizität gibt, hat ein Grossteil wieder Licht.

 

Ja, Gott sei Dank! Ich dachte mir, es ist schon merkwürdig, wie sehr wir doch auf den Strom angewiesen sind. Man merkt es erst wenn es fehlt. Doch sind wir nicht viel mehr auf Gott angewiesen? Wie oft vergessen wir dies im Alltag. Ohne Gott, ohne Jesus wäre mein Leben dunkel, ich wäre auf mich allein gestellt und würde verzweifelnd versagen. Dieser Stromausfall hat mir geholfen meine Perspektive, mein Vertrauen auf Gott zu richten und meine Kraft, mein Licht und die Energie von IHM, der nicht schläft und keinen Ausfall hat, zu beziehen.

 

Noch viel wichtiger als Strom ist und bleibt unser liebender und fürsorgender und über alles mächtiger Gott.

 

 

  •  Betet weiterhin für Menschen im und ums Epizentrum, deren Häuser beschädigt wurden oder die Familienangehörige oder Freunde vermissen oder zu betrauern haben.
  • Ausserdem ist die Gefahr eines heftigen Nachbebens nicht gebannt. Bitte betet für Bewahrung, dass nichts Schlimmeres passiert.  

 

Sa

25

Aug

2018

Morgens um 6:30 Uhr in Japan

gibts Morgensport. Ganz recht, jeden Morgen gibt es in Japan "Radio-Taiso". Um 6:30 Uhr strahlt der nationale Radio-Sender (NHK) eine Anleitung für kurze einfache Bewegungsübungen aus. Während den Schulferien organisierte die Nachbarschaftsgemeinschaft im kleinen Park hinter unserem Haus ein öffentliches Nachbarschaftsturnen. Es versammelten sich jung und alt, auch ich habe einige Male teilgenommen.

Mich erstaunte, dass so viele Kinder "freiwillig" in den Ferien zum Morgenturnen erscheinen. Doch bald wurde mir klar wieso, neben Bonbons gibt es auch einen Stempel fürs Erscheinen. Wenn eine gewisse Anzahl abgestempelt wurde gibt ein Milchshake oder so von McDonalds gesponsored. Kinder sind eben Kinder :). Aber auch Erwachsene kreisten ihre Arme, hüpften und dehnten sich zur alten Melodie und den rythmischen Anweisungen aus dem Radio.

 

Mich faszinerte diese Tradition vom Morgensport, weshalb ich mich online etwas darüber erkundigte.

Die Idee von Radio-Fitness kommt aus Amerika, in den 1920er wurde eine 15 Minutige Radioshow, von der "Metropolitan Life Insurance Co." gesposert, ausgestrahlt. Japanische Deligierte der Versicherungsabteilung der Post brachten nach einem Bescuh in den USA einige Übungsbeispiele mit nach Japan, wo dann 1928 zum Gedenken an die Einsetzung von Kaiser Hirohito das erste "Radio Taiso" ausgestrahlt wurde. Die Übungen wurden auch zur Stärkung der Gesundheit von Soldaten genutzt und verbreiteten sich so in den 30er und 40er Jahren nach Taiwan und China. Nach der Kapitulation Japans 1945 wurde die Übertragung solcher Übungen verboten, da sie zu militäristisch waren.

1951 wurde das "Radio Taiso" mit überarbeiteten Übungen unterstützt vom Gesundheitsamt, dem Amt für Erziehung und anderen Verbänden wiedereingeführt.

 

Falls ihr es auch ausprobieren wollt, poste ich hier ein Anleitungsvideo:

Mo

25

Jun

2018

Unser Gemüsegarten

Es ist schon eine Weile her, dass ich hier einen Blogeintrag geschrieben habe. Dafür entschuldige ich mich.

Inzwischen sind wir in die Tokachi-Region gezogen. Auf dieser weiten Fläche gibt es viele Gemüsefelder, vor allem Zuckerrüben, Kartoffeln und Bohnen (Azuki, Edamame).

In unserem kleinen Garten haben wir auch einige Tomaten, Aubergine und Paprika (Pima) angepflanzt. Dabei haben wir unsere Nachbaren kennengelernt. Ende April beteiteten wir ein kleines Beet vor. Die Erde in unserem Garten ist nicht besonders gut, wie sich an den mikrigen Pflänzchen zeigt, die bisher gewachsen sind. Unser Nachbar (Ü70) fragte mich oft, ob ich dies zum ersten Mal mache :). Ich glaube, ich hab mich nicht besonders gut angestellt beim Graben und Steine entfernen. Er meinte auch ich gebe mir Mühe :). Auf jeden Fall hat er mir einige Tipps gegeben.

Als wir dann Mitte Mai die jungen Plfänzchen in ihr neues Zuhause setzten, sagten er und seine Frau, dass es noch viel zu früh sei. "Hier kann es nochmals kalt werden." Darum sollten wir einen Plastik über bzw. um die Planzen machen, damit sie vom Wind und der Kälte geschützt sind. Natürlich hatten wir kein Plasik. Wir mussten einen ziehmich ahnungslosen ersten Eindruck hinterlassen haben. Den Plasik und einige Stangen haben wir von ihnen bekommen. Auch diese Episode war wieder eine gute Gelegenheit ein bischen zu Plaudern.

Nun ist schon Juni und wir sind seit zwei Monaten hier. Von Zeit zu Zeit kommt die Nachbarin vorbei und bringt uns Erdbeeren oder anderes Gemüse aus ihrem Garten. Zum Dank hat ihr Kaori auch schon einen selbst gebackenen Zopf geschenkt.  

Ich lernte nicht nur etwas über Gartenarbeit, sondern dass sich solche nachbarschaftlichen Kontakte leichter ergeben wenn wir Hilfe empfangen, als wenn wir es selber schaffen wollen. Eine demütige Haltung, welche die Hilfe von anderen annimmt, ist ebenso wichtig um Kontakte zu knüpfen wie Hilfe anzubieten. Ich vermute, das die Situation/Position als jemand der Hilfe benötigt, uns hier eine Tür eröffnete, die sonst (zumindest eine für eine längere Zeit) verschlossen geblieben wäre.

Ich dachte, als Missionar soll ich den Leuten, die wir mit Gottes guter Botschaft erreichen wollen, helfen. Ich sollte doch der jenige sein, der mit Hilfbereitschaft und Liebe auf sie zugeht. Doch wie es sich zeigt, ist die Position des Hilfsbedürftigten, der sich nicht so gut auskennt (in der japanischen Kultur, im Gemüsepflanzen oder in der Gegend), genau so eine Chance um Kontakte zu knüpfen und so Gottes Liebe und Worte weiterzugeben.

 

Ich hoffe und bete, dass wir noch weitere solche Begegnungen haben, um demütig zu lernen und Hilfe zu empfangen. Ich bete aber auch, dass wir etwas (Hilfe, ein Lächeln, Gottes Geschenk,...) geben können.

Bitte betet für unsere Nachbaren und dass wir irgenwann auch Gemüse aus unserem Garten ihnen bringen können ;).

Mo

12

Mär

2018

Statistik

Informationen sind ein wichtiger Teil unseres Lebens. Aufgrund von Infos treffen wir unsere Entscheidungen, Infos beeinflussen uns, bilden uns und können uns verblüffen. Doch Informationen können uns auch in die Irre leiten, Vorurteile fördern oder langweilen uns zu Tode.

Wichtig ist also die Infornationen zu filtern und zu erkennen welche Infos nützlich und welche Infos unnütz sind.

Auf dieser Seite: gibt es noch weitere informative Grafiken zu Japan.

Einige möchte ich euch hier vorstellen. Sie sollen euch informieren, yum Lachen bringen oder zum Gebet ermutigen.

 

Japan hat ein Pastoren Problem.

Wie euch diese Grafik zeigt, sind 89% der Pastoren über 50 Jahre alt.

Es braucht dringend junge Männer und Frauen, die bereit sind die Gemeinden in Japan zu leiten.

Gerade am vergangenen Samstag durften wir bei der Abschlussfeier vom HBI (Hokkaido Bible Institut) dabei sein. Fünf neue Pastoren, Evangelisten oder Gemeindemitarbeiter wurden in ihren dringend benötigten Dienst entlassen.

Beten wir doch, dass in den kommenden Jahren noch weitere folgen werden.

Japan hat mehr Getränkeautomaten pro Person als jedes andere Land.

Es gibt etwa 1 Automaten pro 23 Leute.

Diese nehmen im Jahr etwa 57 Billionen Schrweizer Franken ein.

 

Es ist wahr, fast an jeder Strassenecke steht so einen praktische Maschine, die dich mit einem kalten oder im Winter auch mit einem warmen Getränk versorgen kann.

 

Wie schön wäre doch das Bild wenn es so viele Christen oder Kirchen in diesem Land geben würde. Die Menschen mit dem "lebendigen Wasser" von Christus versorgen würden. 

 

Do

25

Jan

2018

Betet für Japan

Liebe Freunde

Ich habe einige interesante Homepages für euch. Die Informationen sind auf Englisch.

Zum einen gibt es neues Gebetsmaterial für Japan.

 

Und ein Video von der Gemeinde in Obihiro mit der wir ab April arbeiten werden.

 

Japan 555 B&W prayer points.pdf
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Japan 555 colour prayer points.pdf
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Di

26

Dez

2017

Helden des Winters

Der Winter in Sapporo ist lang und es fällt viel Schnee. Da will man am liebsten drinnen in der Wärme bleiben. Doch einige tapfere Männer und Frauen auf roten Motorroller wagen sich bei Wind und Wetter, bei Eis und Kälte auf die Strassen. Die Rede ist von den Postboten.

Natürlich ist es ihre Arbeit, die Post auch im Winter zu verteilen. Bei den Schnee bedeckten Stassenverhältnissen ist das allerdings leichter gesagt als getan.

So sind die Strassen teils eisglatt, hohe Schneemauern links und rechts am Strassenrand versprerren die Sicht beim Abbiegen in die Kreuzung, festgefahrener Schnee bildet eine eisige Holperpiste und wenn der Schnee taut, bleibt eine wässerige Schneemasse.

Ich respektiere diese Postboten, dass sie bei diesen rutschigen Strassenverhältnissen, rauen Wetterbedingungen und 吹雪 (Schneegestöber) treu mit ihren Zweiräder ihren Dienst tun.

Vielen Dank!

 

Die verschiedenen Strassenverhältnisse und Wetterbedingungen in der Übersicht:

  • 吹雪 Schneegestöber, sagt man wenn es stark windet und zugleich schneit. Teils sieht man nur noch weiss.
  • Glatteis!
  • Hart gefahrener Schnee/Eis. Besonders auf Nebenstrassen bildet sich einige Centimeter dicke Schicht.
  • Holperpiste. Wenn es wärmer wird bilden sich richtige Graben und Löcher (bei den Schachtdeckel).
  • kleine Eis-Buckel. Man nennt es anscheinend auch "Abacus road" weil die eisigen Erhebungen den Perlen eines Abakus gleichen. Eine holperige Angelegenheit. 
  • körniger/weicher Schnee. Wenn der Schnee taut und diese weiche rutchige Masse bildet, die von Fussgänger- und Fahrzeugspuren durchzogen wird. Mühsam wird es dann, wenn diese Spuren wieder gefrieren.

 

Mo

18

Dez

2017

Weihnachtsgeschenk

Kennt ihr das schöne Gefühl, wenn man jemandem ein Geschenk macht und selber so voll Freude ist, dass man es kaum erwarten kann, bis die beschenkte Person es aufmacht. So ähnlich ging es mir, als ich schon im November das Weihnachtsgeschenk für meine Familie in der Schweiz abschickte. Ich freute mich ihnen einige Geschenke aus Japan zu schicken und bin gespannt was sie wohl sagen werden, wenn sie es an Heilig Abend bekommen.

Doch obwohl ich das Packet früh abschickte, war es nach 2-3 Wochen immer noch nicht in der Schweiz angekommen. Ich begann mir Sorgen zu machen: "Ist es unterwegs verloren gegangen?" oder "Ist es beim Transport beschädigt worden?"

Auf der Packetverfolgungsseite der Post stand, dass es Japan am 8. November verlassen hat. Meine Frau beruhigte mich und so warteten wir noch eine Woche. Aber immer noch keine Spur vom Packet. Schon ein Monat war vergangen und Weihnachten rückte immer näher. Meine Vorfreude verwandelte ich in Enttäuschung, dann Verzeiflung und zunehmend in Ärger. "Warum passiert das ausgerecht mir, es gehen doch heutzutage keine Packete mehr verloren.", "Hätten wir doch lieber den schnelleren Lieferdienst gewählt und etwas mehr bezahlt, dann wäre es sicher angekommen." oder "Vielleicht hat es jemand unachtsam fallen gelassen?", solche Gedanken gingen mir durch den Kopf.

Im Gebet wendete ich mich an Gott: "Herr, dir ist doch alles möglich, bitte bring doch unser Packet heil zu meinen Eltern. Amen" Doch irgendwie konnte ich selber nicht daran glauben, dass es nach mehr als einem Monat noch ganz ankommt. "Schade" dachte ich, "Ich wollte doch nur meiner Familie eine Freude machen." "Soll ich nochmals ein Packet schicken?" "Wie viel Geld sollen wir nochmals ausgeben?"

 

"Wenn es doch noch ankommen soll, so wäre es mein Weihnachtswunder.", hoffte ich betend.  

Am 7.Dezember fragten wir auf der Post nach, vielleicht wissen sie was passiert ist. Da kam die Nachricht... es sei gestern in der Schweiz angekommen. Ein paar Tage später ist es dann auch tatsächlich bei meinen Eltern abgeliefert worden.

Ich musste mich, beschämt bei Gott entschuldigen. Diese kleine Episode zeigte mir, dass selbst ein Gebet für ein einfaches Packet, eine kleine Weihnachtsfreude bei Gott nicht verloren geht.

Ich musste an den Vers aus Jakobus 1,6 denken: Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird.

 

Ich soll nicht zweifeln, sondern im Vertrauen auf Gott beten. Das gilt nicht nur für Packete, die nicht anzukommen scheinen, sondern ebenso grosse Bitten, wie die, dass Jesus Christus bei Kaoris Familie ankommen wird und sie ihn als Retter kennenlernen können.

 

Auf jedenfall, wünsche ich euch allen eine gesegnete Weihnachten. Ich freue mich schon bis meine Familie ihre Geschenke erhalten : ).

Mi

29

Nov

2017

Tsukemono

Ich bin im Testlauf von einem Sprachpraktikum, indem wir Schüler einen tieferen Einblick in die Praxis vom Dienst in Japan bekommen und unser bisher gelerntes Japanisch anwenden können.  

Es nennt sich "Practical Culture and Language Time", kurz PCLT oder PICKLED (Deutsch: eingelgt).

Eingelegts ist länger haltbar, so passt der Name doch sehr gut, da wir als Missionare in der Kultur und Sprache eingelgt sein wollen, um der Mission länger erhalten zu bleiben und einen fruchtbaren Dienst zu tun.

In der Klasse sind die Worte für das jeweilige Kapitel schön zusammengefasst, die Lehrer verstehen mein Japanisch und helfen, wenn ich nicht weiter weiss. In einem Bibelstudium mit Studenten oder Kirchenmitglieder gibt es jedoch keine Wörterliste und oft ist das Sprechtempo und die Aussprache der verschiedenen Leute der Gruppe angepasst. Da alles zu verstehen ist eine Herausforderung. Ich merke wie schwierig es ist, meine Gedanken und meine Meinung zu erklären. Es ist fruststierend, wenn man Schriftzeichen vergisst, oder Mühe hat der Diskussion zu folgen und sich zu verständigen. Aber es ist auch eine gute Erfahrung, denn ich bin mitten im Geschehen, in der Praxis, eingelegt in Sprache und Kultur. Ich verstehe zwar noch nicht alles, aber immer hin schon einiges. Es motiviert mich im neuen Jahr weiter und fleissig Japanisch zu lernen und es anzuwenden.

Ich liebe Tsukemono (漬物 Eingelegtes). In Japan ist die Vielfalt von eingelgtem Gemüse so reich wie die Käsesorten in der Schweiz. Und ähnlich wie beim Käse gibt es auch regionale Spezialitäten.

Tsukemono gehört zu einem japanischen Gericht. Nebem Reis und Miso-Suppe findet man in fast jedem Menu auch einige Tsukemono auf einem kleinem Teller.

Diese alte Tradition war dazu gedacht, Gemüse länger haltbar zu machen. In der Zeit bevor Kühlschrank und Gefrierfach, legten die Japaner das Gemüse oder die Früchte ein. Trocknen, vermentieren, salzen, süssen, in Essig, Resiwein oder Sojasauce über eine längere Zeit einlegen... so entwickelten sich unterschiedliche Einlegeverfahren und einzigartige Geschmäcker.

Shiozuke (塩漬け) wird mit Salz eingelegt
Suzuke (酢漬け) wird in Essig eingelgt

Amasuzuke (甘酢漬け) wird in Zucker und Essig eingelegt

Misozuke (味噌漬け) wird mit Sojabohnenpaste eingelegt

Shoyuzuke (醤油漬け) wird in Sojasauce eingelegt

Kasuzuke (粕漬け) wird in Reiswein (bzw. im Brei, der bei der Sakeproduktion übrigbleibt) eingelegt

Koji (塩麹) wird mit Reis eingelegt

Nukazuke (糠漬け) wird mit Reisschale eingelegt

Karashizuke (からし漬け) wird mit schafem Senf eingelegt

Satozuke (砂糖漬け) wird mit Zucker zubereitet

Umeboshi sind Japanische Pflaumen (mit Aprikosen verwandt), die gesalzen und getrocknet werden. Sie sind sehr sauer und haben einen salzigen Geschmack. Wir mögen Umeboshi in Reisbällchen (Onigiri).

Gari kennen die meisten Sushiliebhaber. Dünn geschnittener Ingwer wird gesüsst und eingelegt. Gari ist süsslich und etwas sauer und hat eine gute Ingwerschärfe. Somit ist es das richtige Tsukemono, dass man zwischen ein paar Sushi Happen isst.

Natürlicherweise eine leicht gelbliche Farbe, doch manchmal wird es etwas pink eingefärbt.

Kyuri asazuke sind einfach zubereitete Shiozuke. Die Gurken werden mit Salz eingelegt. An Festivals im Sommer, kann man auch ganze Gurken (Gurken sind kleiner als in der Schweiz) am Spies kaufen. Sehr erfrischend!

Takuan wird aus japanischen Rettich (Daikon) gemacht. Der Rettich wird an der Sonne getrocknet, und mit einem Mix aus Salz und Reiskleie sowie je nach Rezept noch andere Zutaten eingelegt. Der knackige Takuan essen wir oft einfach so geschnitten als Beilage mit Reis.

Dies sind einige unserer lieblings Tsukemono. Wer Lust auf mehr bekommen hat kann auf dieser Seite noch mehr finden: https://www.japan-guide.com/e/e2349.html

Wem die Bilder nicht genug sind und lieber auf den richtigen Genuss kommen will, ist herzlich willkommen :).

 

Do

26

Okt

2017

200 by 2020

OMF Japan und wir beten für mehr Arbeiter. Um genau zu sein, 150 Vollzeitmissionare und 50 Kurzzeitmissionare bis 2020.

Eine gute Freundin, die als Kurzzeiterin hier in Sapporo ist, hat uns interviewt und dieses Video gemacht. Leider ist es nur auf Englisch anzusehen.

 

Zurzeit sind etwa 120 Missionare mit OMF in Japan tätig. In der kurzen Zeit, die wir nun in Japan leben haben wir gesehen, dass es genug Arbeit gibt, viele Kirchen sind klein. Viele Menschen wissen nicht, wer Jesus Christus ist und dass er sie liebt. Viele Menschen suchen nach Sinn, nach Frieden und Hoffnung. Sie wissen nicht was sie mit ihrem Leben tun sollen, sind unzufrieden fühlen oder sich vom Druck der Gesellschaft und der Arbeit zerdrückt.

Wir sahen aber auch wie unsere Missionskollegen ihre Fähigkeiten einsetzen, sie lehren, zeigen Gastfreundschaft, halten Sprachkursen, Kochklassen, tanzen, surfen, sind kreativ (machen Videos), beten und  begleiten Menschen, um das Evangelium zu verkünden und zu zeigen. Die Bibel sagt in Lukas 10,2 : Er (Jesus) sagte zu ihnen: "Die Ernte ist groß, doch es sind nur wenig Arbeiter da. Bittet deshalb den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt."

Ich möchte dich herausfordern und ermutigen, frag den Herrn der Ernte, wo er für dich Arbeit hat. Ich glaube, es gibt eine passende Aufgabe für dich. Vielleicht ist sie ja in Japan?! Wir würden uns freuen.

 

visit OMF Japan on facebook: www.facebook.com/OMFJapan/

the OMF Japan Blog: https://omf.org/asia/japan/blog/

OMF Japan on Instagram: www.instagram.com/omf_japan/

the OMF Japan homepage: https://omf.org/asia/japan/

Mi

27

Sep

2017

Price or size

Im September reichten wir unser Budget für 2018 ein. Anhand von diesem Budget werden unsere Spenden in die verschiedenen Sektoren wie Lebenskosten (Lohn), Altersvorsorge, Gesundheit, Miete, Auto, Schulung etc. aufgeteilt. Es war nicht ganz einfach, da wir im neuen Jahr einen Umzug vor uns haben und sehr bald ein neues Familienmitglied erwarten. Mit der Hilfe vom OMF Finanzmanager (der uns Missionaren bei Finanzfragen zur Seite steht) konnte ich eine gute Prognose abgeben. Es ist spannend diese Zahlen im Vertrauen zu setzen, dass Gott unsere Bedürfnisse kennt und uns versorgen wird. In diesem Zusammenhang danken wir für alle Unterstützer, die dazu beitragen, dass wir hier in Japan arbeiten und leben können. 

 

Zum Thema Geld und was man dafür bekommt, habe ich euch heute ein interessantes Beispiel: Letztes Jahr kauften wir den Orangensaft (siehe Bild) mit 1000ml Inhalt. Doch im Verlauf von diesem Jahr änderte die Inhaltsangabe auf 900ml. Ich hab es zuerst gar nicht bemerkt, da die Packung gleich gross blieb. Auch der Preis blieb gleich.

Ich wunderte mich, warum man nicht einfach den Preis erhöht anstatt den Inhalt zu verkleinern. Ich bin mich gewohnt, dass Lebensmittel in "runden" Inhaltsangaben 1 Liter oder 1 Kilo, 500ml oder 100g festgelegt sind. Aber was soll man machen, ich möchte ja weiterhin jeden Morgen mein Galss O-Saft trinken.

Neulich im Supermarkt habe ich eine weitere Beobachtung gemacht. Oft finde ich Produkte mit einer (für mich) komischen Inhaltsangabe. Z.B. ein Pack Schokoladenmandeln ist 86g, oder Getränkefläschen mit 500ml, 420ml, 525ml, wie ihr auf dem Bild seht. Ich habe mich gefragt warum das wohl so ist. Nun, alle Getränkeflaschen konnten wir zum Preis von 90 Yen pro Getränk kaufen.

Ich habe mit anderen Leuten darüber gesprochen und es ist auch ihnen aufgefallen, dass selten die Preise angepasst werden, dafür aber das Produkt kleiner wird oder weniger Inhalt hat. Anscheinend gilt hier die Marketingstrategie: "Weniger ist besser ist als teurer".

 

"Gebt, und es wird euch gegeben werden. Ein volles Mass wird man euch in den Schoss schütten, ein reichliches Mass, bis an den Rand gefüllt und überfliessend. Denn das Mass, das ihr verwendet, wird auch bei euch verwendet werden." Lukas 6,38 (NGÜ)

 

Wir wollen jedoch mit dem was Gott uns gibt, das volle Mass erreichen. Nähmlich, dass die ganze Gemeinde Gottes Gnade erlebt. Ohne Preis - und Inhaltsmanipulation.

 

Mit dem Gruss aus Titus 2: Euch allen, die Gott zum Glauben gerufen hat, wünsche ich, dass ihr seine Barmherzigkeit, seinen Frieden und seine Liebe in immer reicherem Mass erfahrt.

Di

29

Aug

2017

Alarm: Nordkorea

Heute Morgen um ca. 6 Uhr wurden wir von einem Alarm auf unserem Mobiltelefon geweckt. Die Meldung warnte uns vor einer Nordkoreanischen Rakete, die über Japan flog. Wenige Minuten später kam die Meldung, dass die Rakete 1180 Kilometer von der japanischen Küste entfernt ins den Pazifik gefallen ist.

 

Ein seltsames Gefühl machte sich breit, als ich mir das ganze etwas genauer überlegte. Was soll diese heftige Provokation bewirken? Nordkorea ist uns bleibt eine Bedrohung auch für Japan. Heute wurde es auf ernstzunehmende Weise spürbar.

Wir bitten euch, betet für Bewahrung und für diese Situation in und um Nordkorea.

Gebetsanliegen für Nordkorea

 

Jesus warnt uns in Matthäus 24,6: Ihr werdet von Kriegen hören; ihr werdet hören, dass Kriegsgefahr droht. Lasst euch dadurch nicht erschrecken. Es muss so kommen, aber das Ende ist es noch nicht. ...(12-14) Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nehmen wird, wird bei den meisten die Liebe erkalten. Wer aber bis ans Ende standhaft bleibt, wird gerettet. Die Botschaft vom Reich ´Gottes` wird in der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst kommt das Ende. (NGÜ)

 

Was bleibt uns da noch mehr als zu beten, dass Gott die bösen Pläne zunichte macht, weiterhin die Botschaft von Gottes Rettung zu verkünden und vertrauensvoll auf Jesus zu warten.

Di

01

Aug

2017

Seht euch die Lilien an...

Matthäus 5,28-30 (NGÜ)

Und warum macht ihr euch Sorgen um eure Kleidung? Seht euch die Lilien auf dem Feld an und lernt von ihnen! Sie wachsen, ohne sich abzumühen und ohne zu spinnen ´und zu weben`. Und doch sage ich euch: Sogar Salomo in all seiner Pracht war nicht so schön gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott die Feldblumen, die heute blühen und morgen ins Feuer geworfen werden, so herrlich kleidet, wird er sich dann nicht erst recht um euch kümmern, ihr Kleingläubigen?

 

Es ist schon erstaundlich was solche Blumen einem über Gott sagen können. Wunderschön sind sie und dazu lehren sie uns, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, weil unser gütiger Gott uns gibt was wir zum Leben brauchen.

 

 

 

Sa

29

Jul

2017

Brettspiele im Trend?!

Ich liebe Brettspiele. Meiner Meinung nach ist es mehr als ein blosser Zeitvertreib. Ich kann in die Welt eines Abenteurers, Piraten, Samurais, etc. eintauchen oder mit einer guten Strategie und Taktik das Ziel erreichen. Am meisten schätze ich jedoch mit Menschen zusammen zu sitzen und bei einer gemeinsamen Aktivität auf natürliche Weise Freundschaften zu schliessen, zu lachen und mich dabei zu entspannen. Spiele bieten eine Plattform für Gespräche, man muss nichts persönliches Preis geben, kann aber. Vielleicht redet man über das Spiel, erklärt eine Regel, fragt nach etwas Hilfe. Doch oft entfaltet sich während dem Spiel das Potential und durch dieses Erlebnis werden die Beziehungsfäden geknüpft. Später spricht man über diese gemeinsame Erinnerung und so kann sich eine Freundschaft entwickeln.

 

Japan hat nicht so eine alte Brettspieltradition, wie wir in Europa haben. Ich bin mit Spielen aufgewachsen, dass ist für viele Japaner fremd. Dennoch gibt es auch hier Brettspielkreise. Als ich letztes Jahr nach Japan kam und ein Spielladen besuchte, fand ich neben einer kleinen Auswahl an Klassikern (Die Siedler von Catan) oder bekannten Spielen (Dominion) und einigen japanischen Designs (oft sah die Qualität nicht sehr vielverprechend aus), vorallem Sammelkartenspiele (Magic und ähnliches).

Wenn ich heute in den selben Laden gehe, finde ich eine grosse Auswahl an Neuheiten, die Lieblings Spiele der Brettspielwelt und auch die japanischen Brettspielfirmen/-Erfinder sind mit neuen guten Spielen vertreten. Da hat sich merklich etwas getan.

Ab und zu besuche ich ein Brettspiel Café in Sapporo und bin erstaunt wie viele Freunde des Hobbies sich dort treffen, um Gemeinschaft zu haben und miteinander Spiele zu spielen. Ich habe das Gefühl, dass sich dieses Hobby an zunehmender Beliebtheit erfreut und zum Trend geworden ist. Ich kann mich nur darüber freuen. 

 

Ich hoffe, mit Hilfe von Brettspielen auch in Zukunft Freundschaften zu knüpfen und freudige Stunden damit zu verbringen. Aber vor allem sollen sie den Weg ebnen, die Beziehung stärken, sodass die gewonnen Freunde auch für Gott gewonnen werden.

 

Mi

05

Jul

2017

Die Stadt der Krähen

Neulich war ich joggen und lief noch eine kleine Ehrenrunde in einem kleinen Park. Es ging unter ein paar Bäumen durch. Als ich plötzlich von zwei Krähen verfolgt wurde, die in einer Art zig-zag Formation mir gefährlich nahe kamen. Mir scheint es, die Krähen hier sind grösser als die in der Schweiz.

Ich habe schon Geschichten von Krähen gehört, die Menschen angreiffen und auch Bilder vom Film-Klassiker "Die Vögel" sind mir durch den Kopf geflogen. Meine Vermutung ist, dass es Eltern waren, die ihr Nest bzw. die Jungen beschützen wollten. Auf jeden Fall erhöhte ich mein Tempo und blickte immer wieder mal zurück auf die über mich sausenden Vögel. So anstrengend ist das Joggen üblicherweise nicht.

Die Krähen sind tatsächlich ein Problem hier in Sapporo. Beim Grillausflug mit der Schule beobachteten wir, wie Gruppen von Krähen sich rund um die Grillstellen versammelten. Scheinbar haben sie keine Angst vor den Menschen, zumal sie von einem unbewachten Tisch frech Essen klauten. Kaori dachte, die Krähen ähneln Priaten :), die auf Plünderung aus sind.

Auch bei der Müllentsorgung sorgen die klugen Vögel für Aufmerksamkeit. Die meisten Müllsammelstellen an den Strassenränder sind mit einem Deckel oder Netz zu schliessen, damit die gerissenen Raben, keine Säcke aufreissen können. Zudem sind die Säcke für brennbaren Müll und Essensreste gelb, da die Krähen anscheinend gelb nicht so gut sehen können, hat man mir gesagt.

Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal, wenn ich laufen gehe, ein gelbes T-Shirt anziehen.

 

Und zum Schluss noch dies: Kaori hatte auf dem Heimweg von der Schule zum Bahnhof ebenfalls eine besondere Begegnung mit einer Krähe. Wir wussten nicht, das Krähen auch solche Geräusche machen.

Do

18

Mai

2017

Sicherheit in Japan

Auf die Sicherheit wird hier in Japan sehr viel Wert gelegt, zumindest ist das mein Eindruck. Ich will euch nicht mit Statistiken langweilen, sondern kurz einige Beobachtungen schildern.

 

Gerade heute, klingelte es an der Tür und zwei Personen von der Hausverwaltung kamen, um alle Feuermelder im Haus zu kontrollieren und die Fluchtwege zu inspizieren. Sie waren sehr freundlich und gründlich, sogar den Feuermelder im Oshiire (Einbauschrank) haben sie gecheckt.

Wenn ich als Fussgänger die Strasse überqueren möchte, macht mich ein Pfeifsignal darauf aufmerksam, dass das Lichtsignal auf grün gewechselt hat. Andere akustische Sicherheitsmassnahmen sind: Ansagen am Bahnsteig, Lifte, die mit mir sagen, wenn sich die Tür schliesst und vor einer öffentlichen Toilette sagte eine Stimme aus einem Lautsprecher, auf welcher Seite die Herren- bzw. Damentoilette befindet. (Natürlich gilten viele dieser Meldungen für die Leute mit einer Sehschwäche.)

In der U-Bahnstation hindert eine Schranke mit automatischen Türen (genau an der Stelle, wo die Türen am Zugswaggon sind), vom Betreten der Gleise. Hier zeigt sich wieder die japanische Präzision.

Ich habe schon öfters das Bahnpersonal beobachtet, die sehr genau und mit einer Kontroll-Handbewegung die Kontrollblicke und Aktionen ausführen.

 

Dieses Bild finde ich auch sehr speziell. Es zeigt, die vielen verschiedenen Arten wie man sich auf einer Rolltreppe verletzen kann. Ich wusste nicht, wie gefährlich diese Dinger sein können.

Warnschilder findet man zu genüge, oft sind sie verständlich illustriert, so dass man auch ohne Japanisch Kenntnis die Warnung verstehen kann.

 

Im Lift, im Zug, im Supermarkt sind die Türen mit einem Warnschild versehen, um mich auf die Gefahr hinweisen, dass ich meine Finder einklemmen könnte. Also Vorsicht! Ein anderes Merkmal ist, dass solche Wahrhinweise nicht langweilig und plump daherkommen müssen, sondern mit einem coolen oder süssen Design. Verständlich, praktisch, süss und es dient der Sicherheit!

 

Ausserdem wird in diesen Wochen im OMF Büro und meiner Sprachschule umgebaut. Ein Gerüst ist rund um die Schule aufgebaut worden. Da die Gefahr besteht, dass Werkzeug oder Bauteile herunterfallen können wurden die Eingänge äusserst vorsichtig und schön mit Holz gesichert, damit niemand verletzt wird.

 

Üblicherweise sind Baustellen sicher abgeschirmt und wenn gearbeitet wird und z.B. beim Schneiden von Bäumen, Äste auf den Gehweg fallen könnten oder ein Lastwagen in bzw. aus der Baustelle fährt, steht bestimmt ein Mitarbeiter da, der den Verkehr regelt oder versichert, dass man diese Passage sicher durchqueren kann.

 

Ihr braucht euch also keine Sorgen zu machen, wir sind hier sicher aufgehoben. Trotz all dem danken wir für die Gebete und sind froh, dass unser Gott seine Hand schützend über uns hält und auch dort eingreifen kann, wo die menschlichen Sicherheitssysteme versagen.

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Fr

03

Mär

2017

Was bedeuten Traditionen?

3. März ist ein besonderer Tag in Japan, es ist Hina Matsuri (Puppen Fest). An diesem Tag werden im Haus von traditionell gesinnten Japanern Puppen aufgestellt. Dieses Fest wird auch Mädchentag genannt und soll die Töchter einer Familie feiern. Am 5. Mai ist dann Kodomo no hi (Tag der Kinder, der früher ein Festtag für die Knaben war).

Diese Puppen gibt es in unterschiedlichen Variationen, das einfachste Set sind nur die 2 obersten Puppen, die den Kaiser und seine Frau darstellen. Die nächste Stufe zeigt drei Sake Dienerinnen, dannach fünf Musiker, zwei Berater und auf der selben Stufe gibt es Mochi (Reisklumpen). Weiter unten werden noch weitere Diener oder Wächter und auch einige Möbel und Geräte die am Kaiserhof benutzt wurden, ausgestellt. Diese unterschiedlichen Sets sind sehr kostspielig, da eine Puppe bis zu mehreren 100 Franken kostet. Sie zeigen den Kaiserhof und erinnern mit den Kimonos an die Heian Ära (794-ca.1190).

 

Sucht man nach dem Ursprung dieses Festes, finden wir ein Reinheitsritual, bei dem Puppen aus Papier oder Stroh in den Fluss gelegt und von der Strömung mitgenommen wurden. Böse Geister und Unglück wurde so symbolisch davongetragen. Heute werden die Puppen jedoch nicht weggeworfen, sondern sorgfältig verpackt fürs nächste Jahr. Die Puppen sind zu teuer, um sie im Fluss zu versenken. Oft werden sie von Grosseltern nach der Geburt einer Enkelin (1.Jahr) verschenkt oder weitergereicht. Es heisst, wenn die (erwachsene) Tochter die Puppen nicht bis am Abend vom 4. März aufgeräumt hat, wird sie in diesem Jahr nicht heiraten.

Ich bezweifle, dass jemand diese Puppen als Reinheitsritual betrachtet. Es ist hauptsächlich eine Dekoration, an diesem besonderen Tag für Mädchen.

Zur Heian Zeit wurde der Kaiser als direkter Nachkomme von den Göttern verehrt, auch wenn sein politischer Einfluss mit der Zeit abgenommen hat, war er eine Art Oberhaut/Gottheit des Shintoismus. Diesen Anspruch wurde dann im 2. Weltkrieg für nationalistische Zwecke missbraucht. Nach dem Ende des Krieges musste der Kaiser diesen Anspruch öffentlich abtreten. Wenn auch der Kaiser heute noch, den ersten Reis des Jahres pflanst und erntet, denkt oder glaubt niemand mehr, dass die Kaiserfamilie von Göttern abstammen. Somit sehe ich auch kein Problem diese Puppen als eine Erinnerung an die Heain Zeit anzusehen. 

Ich denke es braucht viel Weisheit, als Missionar in einem Land wie Japan, wo Kultur und Religion und Geschichte so stark verbunden sind, wie man mit solchen Traditionen umgeht. Man findet in vielen Festen irgendwelche Symbole oder Ursprünge die zum Buddhismus oder Shintoismus zurück geführt werden könnten. Doch vieles ist heute bloss ein Tag im Kalender, andem man dies oder jenes tut (oder lässt) weil man mehr oder weniger traditionell ist. So gibt es zu fast jedem Fest ein besonderes Menu, heute war es Chirashizushi. Solche Esswaren oder Dekorationsgegenstände werden auch von den Supermärkten jeweils heiss angepriesen.

Wir sollten dabei nicht zu vorschnelle Schlüsse ziehen. Sicher muss man gerade als Ausländer und Christ gut hinsehen, worum es wirklich geht. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es auch in unserer Heimat so manche Tradition gibt. Traditionen, die jedes Jahr dazugehören, die uns wichtig sind, auch wenn wir das nicht so sagen würden. Einiges tun wir, weil es jeder tut, weil wir damit aufgewachsen sind oder weil es die Jahreszeit dafür ist, anders weil wir Schweizer sind und dann gibt es auch Feste, die wir nicht gutheissen können und von denen wir uns distanzieren.

 

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, was den ein Schokoladenhase oder Eier mit Ostern zu tun haben? Wer würde sagen, dass man als Christ keine Schokoladen in Hasenform zu Ostern verschenken oder essen soll? Harmlos oder?

Das Bild mit den Lindt Hasen in Hina Matsuri Foramtion (auf Facebook gefunden), veranschaulicht mir, dass sich Traditionen verändern, miteinander mischen und es oft schwierig ist, genau zu sagen welche Bedeutung es nun wirklich hat. Wir alle sind mit Traditionen aufgewachsen und von ihnen geprägt worden. Was eine Tradition bedeutet, ob eine Tradition gut oder schlecht ist, kann oft nur zu einem gewissen Grad beurteilt werden.

 

Gut recherieren, JA! Weisheit von Gott erbitten und in der Bibel suchen, JA! Verständnisvoll handeln, JA! Wir sollten anderen die Freiheit lassen, dort wo es nicht um Anbetung und schlechte Handlungen geht, ein eigenes Urteil zu fällen. Gerade wenn ein Japaner Christ wird, soll der Heilige Geist und die Bibel ihn/ihr in solchen Fragen leiten, damit er/sie den Frieden für oder gegen eine Tradition findet. Oft spielt auch die Bezeihung zur Familie oder die Identität als Japaner eine Rolle.

 

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Sa

28

Jan

2017

Silence

Silence ist der Titel von einem eindrücklichen Film basierend auf dem Roman Chinmoku (deutsch: Schweigen) des japanischen Autors Endo Shusaku.

2016 hat Martin Scorsese in diesem Film Regie geführt.

Der Film handelt von zwei Jesuiten (Priester), die in der Hoffnung ihren vermissten Mentor zu finden nach Japan kommen. Doch in den Jahren um 1640 wurden Christen aufs bitterste verfolgt. Der Film gibt auf dramatische Weise einen Einblick in die harten Bedingungen für die Kakure Kirishitan („verborgenen Christen“) und die fiesse systematische Verfolgung der Regierung. Auf ihrer Reise erleben die "Padre" die tragische und brutale Realität der Christenverfolgung, treffen auf treue Nachfolger Christi und verlorene Schafe im Glauben.

 

Ohne viel vorwegzunehemen, denn ich möchte euch den Film empfehlen:

Ein spannender aber schwerer Film, der mich sehr zum Nachdenken brachte.

Zum einen als Dokumentation der Geschichte aber vor allem die verschieden Charakteren, die wir kennenlernen, stellten mich vor Fragen, indenen ich meinen Glauben reflektieren kann. Die treuen Christen, die Märtyrer, die ihrem Glauben auch unter enormem Druck nicht abschwören. Welch ein starkes Zeugnis! Schwache Gläubige, die mit ihrem Gewissen kämpfen. Der "Padre" der mit Gott hadert, an seiner Berufung zweifelt und getestet wird. Missionare, die mit dieser unchristlichen Situation konfrontiert werden und ihr Glaube auf gemeine Art auf die Probe gestellt wurde. Werden sie abschwören?

Ein Film über Verfolgung und Folter mit einem tragischen Ende. Aber auch ein Film, der zum Nachdenken anregt, indem der Glaube und die Hoffung immer wieder durchscheinen.

Der Einblick in die Japanische Geschichte und Kultur, ist zwar an manchen Stellen erschreckend, doch ich lernte, dass es starke Christen in diesem Land gibt und schon lange gegeben hat.

 

BETET FÜR JAPAN UND DIE CHRISTEN HIER!

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Mo

02

Jan

2017

Neujahr in Japan

Oschogatsu sind die ersten Tage im neuen Jahr. Ich war überrascht zu sehen, wie gross der Aufwand und die Bedeutung von diesem Oshogatsu oder Shogatsu ist.

 

Anfangs Jahr gehen viele Japaner zum Shrine oder Tempel um für ein gutes Jahr zu bitten (Hatsumoude). Interessant, wie stark das persönliche Bedürfnis oder vielleicht doch eher die gesellschaftliche Tradition in dieser wichtigen Festzeit ist. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von anderen Neujahrstraditionen wie den ersten Sonnenaufgang ansehen, Geschäfte verkaufen "Fukubukuro" (Taschen mir einer Variation von Waren, die der Shop als Aktion verkauft) und vieles mehr. Ich habe mir drei ausgesucht und ein bisschen im Internet recherchiert.

Noch mehr Infos gibt es auf dieser Seite (In Englisch).

Kadomatsu

 

Diese Tradition entstand im 17. Jahrhundert. Kadomatsu ist eine Dekoration aus Tannenzweigen und Bambus, die den Eingang zum Haus schmücken und sowohl Glück und Segen fördern als auch Böses fernhalten. Ursprünglich glaubte man in Japan, dass die shintoistische Gottheit Toshigami-sama an Neu Jahr zu den Familien kommen und Glück bringen würde. Allerdings nur wenn er willkommen war, die Kadomatsu Dekoration diente also als Einladung für die guten Götter.

 

In der Gegend wo wir wohnen, habe ich einige Kränze an der Haustür gesehen, die soviel ich herausgefunden habe, eine Neujahrsdekoration ist, die ähnliche Symbole und Bedeutungen wie die Kadomatsu hat. Oft sind auf diesen aus Reisstroh geflechteten Kränzen Kraniche (Tsuru) oder Schildkröten (Kame) abgebildet, beides sind Symbole für ein langes erfülltes Leben.

Kagamimochi

 

Mochi ist eine Art Reiskuchen, der Reis wird gedämpft und dann zu einem Teig geschlagen. Traditioneller Weise wurde es in der Familie mit einem grossen Holzhammer selber gemacht, heute gibt es Maschinen die diese Arbeit übernehmen. Man kann natürlich auch das fertige Produkt im Supermarkt kaufen. Mochi ist in einigen Speisen eine beliebte Zutat, vor allem in Süssspeisen. Aber am Neujahrsfest ist es besonders gefragt.

 

Kagami-Mochi, was «Spiegel-Reiskuchen» bedeutet, sind zwei aufeinander gestapelte runde Mochiklötze oft verziert mit Bändern und einer Mandarine oder wie ursprünglich einer Daidai (Bitterorange). Im Internet habe ich gelesen, dass die Form an einen Bronze Spiegel erinnern soll, der im Shintoismus eine Bedeutung hat, die Orange (manchmal aus Plastik) soll den Segen an die kommenden Generationen weiterreichen (Dai-dai, wie das Japanische Wort für Generation). Es wird oft auf den Familien Altar gestellt und soll eine Gabe an die Götter sein. Nach etwa einer Woche zerbricht man das Mochi und isst es.  

 

Osechi

 

Osechi ist das typische Neujahrs Essen. Es gibt eine Menge verschiedene Gerichte, die in schönen Boxen hübsch angereichtet werden. Ursprünglich wurden alles am Ende des Vorjahres zubereitet, da während den ersten drei Tagen im neuen Jahr kein Feuer gemacht werden sollte und die Frauen über die Neujahrstage nicht zu kochen hätten. Darum sind viele Osechi-Gerichte eingelegte oder haltbar gemachte Speisen. Über die Jahre haben sich so einige Formen und Geschmäcke zu einer Vielfalt an traditionellen Neujahrs Gerichten zusammengefügt.

 

 

Hier zeigt sich einmal mehr, dass Japaner Essen lieben. Sieht es nicht wunderschön aus? Essen, ist nicht einfach nur Essen, es ist fürs Auge, es ist Kunst und es ist sehr gut.

 

 

Ich bin sicher, dass jedes Gericht noch eine besondere symbolische Bedeutung hat und dem Wunsch nach Glück, langem Leben, Segen für die Generationen, guter Ernte oder sonst irgendeiner Stärke Ausdruck verleiht.

 

Viele dieser Traditionen sind irgendwo mehr oder weniger symbolisch mit dem Buddhismus oder Shintoismus verbunden. Auch wenn es für die meisten Japaner heutzutage bloss eine Tradition ist und die Wenigsten sich über die Bedeutung Gedanken machen. Ich find es spannend zumindest eine Ahnung von diesen Sachen zu haben. Damit ich einerseits die Kultur besser verstehen kann aber mich auch besser vor den unsichtbaren Mächten schützen kann. Vor allem hoffe ich, dass ich dadurch ins Gespräch mit Japanern kommen kann. Denn unser Gott stillt die Sehnsüchte nach Leben, Segen und Frieden.

 

 

Mit den Worten aus Johannes 14,27 wünsche ich euch ein gutes, gesegnetes 2017, ein Jahr voller Frieden.

 

 

Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!

 

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Mi

07

Dez

2016

Warum ist es so anders?

Wie wir im Gebetsbrief geschrieben haben, merken wir, wie wir und vor allem ich in einem Kulturschockprozess sind. Es kommt für mich aber eher schleichend und nicht als Schock. Ich wachte nicht eines Morgens auf und war plötzlich überrascht von all dem Japanischen. Für mich ist vor allem die Ernüchterung, dass ich nicht auf alles Japanisch was ich gelernt habe zugreifen kann bzw. merke ich wie viele Aspekte der Kultur und Sprache mir noch unbekannt sind. Das zeigt aber auch, dass wir einen tieferen Einblick als ein Japantourist oder -Gast bekommen, was ein erfreuliches Zeichen ist.

 

Auf Wikipedia habe ich diese kurze aber treffende Erklärung zum Kulturschock gefunden:

 

Honeymoon-Phase

Während dieser Zeit werden die Unterschiede zwischen der alten und der neuen Kultur in einem romantischen Licht gesehen – wunderbar und neu. Zieht jemand zum Beispiel in ein anderes Land, so genießt die Person das fremde Essen, die andersartige Architektur und wie die Menschen leben. In den ersten Wochen sind die meisten Menschen von der neuen Kultur fasziniert. Eine Phase der Beobachtung, die voll von neuen Entdeckungen ist.

 

Krise

Es fällt einem auf, was alles nicht so ideal ist in der „neuen“ Kultur und man tritt häufig in Fettnäpfchen. Typisch ist der Gedanke „zu Hause wird das besser gemacht“. Sprachliche Barrieren und mangelnde Kenntnis spielen dabei häufig eine Rolle.

 

Erholung

Man entwickelt Verständnis für die Handlungsweisen, die von der Heimatkultur abweichen und versucht sie zu verstehen.

 

Anpassung

Die Person hat sich in die neue Kultur integriert, sie versteht die Kultur und übernimmt teilweise sogar Verhaltensmerkmale der Fremdkultur.

 

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Sa

05

Nov

2016

Ein Teil von Hokkaido

Auf einem kleinen Schulausflug sind wir letzten Monat ins "Historical Village of Hokkaido", ein Freiluftmuseum mit alten Häusern, gefahren. Es war ein kühler Herbsttag. Neben Farmhäusern, Handwerksstätten, einer Poststelle, einem Soba Restaurant, einer Schule und Shops stand da auch eine kleine Kirche. 

Es war spannend zu sehen und sich vorzustellen, wie das Leben in so einem Dorf wohl gewesen war: kälter, härter, sozialer vielleicht? Doch was mich am meisten beeindruckte war diese Kapelle. Allein die Tatsache, dass man es für wichtig erachtete diese Kirche in dieses Museum zu stellen, bedeutet doch etwas.

Das Christentum macht einen kleinen Prozentsatz aus und einige sprechen von einem harten Boden für die Botschaft von Christus. Doch es sind solche Zeichen, wie diese Kapelle, die mir etwas anderes sagen. Anscheinend ist das Christentum doch ein Teil von der Geschichte und dem Leben in Japan.

Als wir dort waren, spielte ein Saxophon Quarett ein Konzert in der kühlen und kleinen Kapelle, viele der Besucher sassen auf den alten Kirchenbänken und hörten die Musik. Mich wunderte es, wie es wohl war, als in diesem Raum Gottes Wort verkündigt und Lieder zur Anbetung gesungen wurden. War es an einem Sonntag auch so gut besucht wie jetzt?

Menschen in Japan und auf Hokkaido, dieser nördelichen Insel, sind mit dem Evangelium, der Botschaft von Christus und dem lebendigen Gott in Berührung gekommen. Menschen wurden von gerettet und von der Wahrheit verändert. Das war so, ist so und wird auch so bleiben.

Jesaja 55,11: so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
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Do

01

Sep

2016

Lernen am JLCC

Die Sprache ist wie ein Löwe am Eingang von Japan (aus dem Buch 'On Giant's Shoulders'). Um wirklich in die Kultur und zu den Menschen zu kommen muss ich zuerst den Löwen bezwingen. Wir haben nunmal eine Botschaft, die vorwiegend mit Sprache kommuniziert werden soll. Darum lerne ich Japanisch und darum gehört dieser Abschnitt auch zum Dienst eines Missionaren.

 

Ich habe in unserem letzten Gebetsbrief einen Einblick in meinen ersten Monat an der OMF eigenen Sprachschule (JLCC - Japanese Language & Culture Center) gegeben.

Hier möchte ich noch ein paar allgemeine Informationen weitergeben, damit ihr ein besseres Gesamtbild von meinem Sprachstudium bekommt.

 

Hier ist ein Gesamtüberblick vom Lehrplan. Ich bin im Basiskurs mit dem 2. Buch beschäftigt, dazu kommen noch die christlichen Wörter und die Schriftzeichen.

 

2 Stunden Klasse

1 Stunde Klasse

Weitere Aufgaben

Einführungs Kurs

2-3 Wochen

Pronunciation of Japanese (PJ) – including Hiragana and Katakana

 

 

 

Basis Kurs


 8.5–11 Monate

1. Minna no Nihongo Shokyuu

Buch 1 & 2

 2. Ergänzung von christlichen Wörter

 

Shokyuu Kanji (Schriftzeichen) Kurs

600 Schriftzeichen

6 OPTs (Mündliche Übungen)

 

Jeweils eine Rede am Ende von Buch 1 und am Ende von Buch 2

                                                      Rückblickswoche (Review Week)

Sprachbeherrschungs Tests

·        Preliminary Simulated Oral Interview (P-SOPI)

·        JLPT (Japanese Language Proficiency Test) N4

Mittelers Level


3-4 Monate

 

 

Minna no Nihongo Chuukyuu 1

 

Minna no Nihongo Chuukyuu 1

Kanji Kurs 

(171 Schriftzeichen)  

 

 

1. Ergänzung von christilches Leben (Wörter)

 

2. Lese Übung

読解(どっかい)をはじめるあなたへ」

「速読用の文化エピソード」

4 OPTs

 

Leitung in der “Chapel” (wie ein Gottesdienst für Studenten und Lehrer)

 

Zeugnis in der “Chapel”

Mittleres Level


2 Monate

Bibel Kurs


新出漢字176

(176 Schriftzeichen)

1.中級から学ぶ 日本語

2. なめらか日本語会話

Intermediate Kanji Book Vol.1   etc.

4 OPTs

 

Input/kurz Predigt in der “Chapel”

Rückblickswoche (Review Week)

Fortgeschrittener Kurs


 3 Monate

Predigt Kurs


3.日本語表現(にほんごひょうげん)        

         教室中級(きょうしつちゅうきゅう)

4.   上級から学ぶ日本語

        (必要に応じて選ぶ)

Input/kurz Predigt in der “Chapel”

 

Abschlussrede

Optionale Kurse (wenn es die Zeit erlaubt: Bibel Studium, Sonntagsschule Kurs, Nachrichten,etc.)

Sprachbeherrschungs Tests

·        Simulated Oral Interview (SOPI)

·        JLPT (Japanese Language Proficiency Test) N3 or above

 

 

 

Wie ihr sehen könnt, werden wir noch einige Monate in Sapporo bleiben. Doch da ich in dieser Schule Einzelunterricht bekomme, profitiere ich viel und komme gut voran. Es ist intensiv, was gut ist und ich freue mich schon darauf, im alltäglichen Leben und in Gesprächen über Gott, Japanisch zu verstehen und sprechen zu können.

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Do

04

Aug

2016

Mühen und Freuden der Bürokratie

Anmeldung auf der Gemeinde; der nationalen Krankenkasse beitreten; ein Konto eröffnen; einen Namen oder eine Adresse ändern und das alles in Japan. Wir erlebten die Bürokratie in diesen ersten Tagen in Sapporo folgendermassen:

 

Zuerst muss ich euch jedoch noch etwas erklären. Beim Eröffnen eines Bankkontos braucht es einen Stempel, auch Inkan genannt. Dieser persönliche Inkan dient als Unterschrift.

 

Im Stadtbüro. Die Anmeldung auf dem Büro von Sapporo-Ost ging rasch und ohne Probleme. Unsere Adresse haben sie auf meiner Residenzkarte notiert und vorsichtig mit einem Papier überdeckt, da die Tinte noch verschmieren könnte. Danach wollten wir die Krankenkassenrechnungen direkt über das Postkonto verbuchen. Wir hatten, das Postbüchlein, den Pass, die Registrierungsdokumente bereit. Doch den Inkan hatten wir nicht dabei. Da im Postbüchlein ein Abdruck von dem Stempel ist, braucht es den gleichen Abdruck, damit wir die Versicherungsbeiträge über das Postkonto abwickeln können… Also müssen wir nochmals gehen.

 

Ein neuer Tag auf der Post. Kaori wollte auf der Postbank unsere neue Adresse registrieren lassen, sie hatte das Postbankbüchlein dabei und die neue Adresse auf dem Handy gespeichert. Doch das Handy ist kein gültiges Dokument… Also gingen wir nochmals mit meiner „Residenzkarte“.

 

Beim Einrichten vom Missions-Konto auf der Bank sollte ich unsere Adresse auf Japanisch schreiben, da das Konto zwar über OMF aber auf meinen Namen läuft. Ich hab mir Mühe gegeben, aber Kaoris Japanisch ist halt doch noch schöner. So erledigt… dachten wir. Einen Tag später mussten wir nochmals kommen, weil der Angestellte ein Dokument vergessen hat, das wir noch abstempeln mussten. Übrigens wenn man ein Fehler geschrieben hat, kann man z.B. das falsche Datum durchstreichen und seinen Inkan-Abdruck darüber setzen. Stempel gesetzt, Datum kontrolliert, erledigt… dachten wir.

Der Bankangestellte hatte nochmal eine Unterschrift vergessen, aber dieses Mal ist er zur Sprachschule gekommen, damit wir dort für unsere Cash-Karte unterzeichnen konnten. Er hat sogar ein kleines Präsent mitgebracht. Sehr nett und freundlich, auch das sind Seiten der japanischen Bürokratie.  Alles nur halb so schlimm. Aber die Japanische Bürokratie nimmt es sehr genau. Mein Name muss überall der selbe wie auf dem Pass sein: Nach-, Vor- und Mittelname. Wobei die japanische Schreibweise dann so aussieht: フーサー シモン ギド.

 

Manchmal braucht es mehr Geduld aber stetz freundlich, so kommt man auch in der japanischen Bürokratie zum Ziel. Geniesst den Sommer!

Geschenk der Bank: Taschentücher & Plastikbeutel (Foto von Jessy)
Geschenk der Bank: Taschentücher & Plastikbeutel (Foto von Jessy)
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Sa

09

Jul

2016

OC

OC steht für Orientierungskurs. Es geht aber nicht darum, sich in Singapur zu orientieren, sondern dass wir als neue Missionare uns in der OMF zurechtfinden.

Vor 151 Jahren (1865), hat Hudson Taylor die China Inland Mission ins Leben gerufen und ich muss staunen was daraus entstanden ist. Noch heute sind viele der Überzeugungen von damals massgebend in der Kultur und Identität von OMF verankert.

So sind unsere Werte:

 

Auf Gott VERTRAUEN

In allen Lebens- und Arbeitsbereichen sind wir vollkommen abhängig von Gott. Er weiss am besten was wir brauchen und wie wir seine Liebe unter den Menschen bekanntmachen können. Deshalb vertrauen wir Ihm und orientieren uns nach Gottes Willen.

  • Das Gebet ist Ausdruck unseres Glaubens und ein unverzichtbarer Teil unseres Lebens und Dienstes.
  • Wir sind völlig abhängig von Gott im Blick auf ein geheiligtes Leben, einen wirkungsvollen Dienst und alle unsere Bedürfnisse
  • Wir wollen auch Andere zu einem Leben im Glauben und Gebet ermutigen

GEMEINSCHAFT leben

Wir lernen die OMF als eine grosse Familie kennen. Wir sind ein Teil dieser Gemeinschaft, sitzen zusammen mit dem Direktor von OMF am Tisch, teilen offen und ehrlich Gedanken aus, lachen, beten und weinen zusammen. Wir tragen die uns anvertrauten Aufgaben gemeinsam und arbeiten, wo immer es sinnvoll möglich ist, gabenorientiert und in Teams zusammen.

  • Unsere Vision und unseren Auftrag können wir nur gemeinsam mit anderen erfüllen
  • Deshalb tragen wir füreinander Sorge, unterstützen einander und teilen miteinander
  • Wir fördern die Effektivität durch gegenseitige Ermutigung im Dienst

Die UNERREICHTEN erreichen

Wir haben einen Auftrag zu dessen Erfüllung wir beitragen wollen. Jesus Christus beruft uns alle in Matthäus 28 Vers 19: "ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen!" Noch haben nicht alle Menschen von der Lebenserfüllenden Nachricht von Jesus gehört.

  • Wir konzentrieren uns auf die vernachlässigten Gebiete
  • Durch regelmässige Auswertung unserer Arbeit und den Einsatz angepasster Methoden richten wir uns immer wieder auf unsere Ziele aus
  • Unter Gebet gehen wir Risiken ein und halten in der von Gott gegebenen Aufgabe durch

Sich mit der Zielgruppe identifizieren (incarnational ministry)

Schon Hudson Taylor sagte, dass man in allem, das nicht sündig sei, wie die Chinesen werde, damit einige gerettet werden. Dieses Prinzip verfolgt die OMF auch heute noch.

  • Wir identifizieren uns mit den Menschen und praktizieren einen angemessenen Lebensstil
  • Wir erlernen die Sprache und stellen uns auf die Kultur und Weltanschauung der Menschen ein
  • Wir arbeiten so, dass einheimische Bewegungen entstehen und gestärkt werden

PARTNERSCHAFT praktizieren

Es geht nicht um die OMF oder wie auch immer eine Gruppierung heissen mag, sondern um Gott.

  • Wir initiieren und pflegen Partnerschaft mit sendenden Gemeinden in den Heimatländern,
  • mit Gemeinden in Asien sowie
  • mit gleich gesinnten Christen und Organisationen

Vor Ort LEITEN

Jedes Land, manchmal sogar jedes Gebiet, ist anders. Die allgemeine Missionsarbeit während der Kollonialzeit zeigte, wie verheerend und negativ die westliche Welt und die Kirche in die Kultur und ins  Leben von den "fernen" Ländern eingegriffen hat, ohne den Kontext zu kennen. Diese Fehler müssen nicht wiederholt werden. Wir wollen den kulturellen Kontext ernst nehmen und nutzen, damit wir und unsere Botschaft verstanden werden.

  • Die strategische Planung erfolgt von denen, die vor Ort arbeiten. Strukturen, Verwaltung und Richtlinien dienen dem gemeinsamen Ziel.
  • „Heimat“ und „Feld“ arbeiten zusammen, um die Vision zu erreichen.

Die VIELFALT in der EINHEIT schätzen

Oder "Die Einheit in der Vielfalt schätzen". Wie es in einer Grossfamilie üblich ist, hat jeder seinen eigen Charakter, seine Schwächen und Ansichten aber auch seine Stärken und Gaben. Doch wir alle haben eine starke Verbindung durch den Glauben an Jesus Christus. So versuchen wir in Liebe miteinander umzugehen. (mit verschieden Nationen und Generationen)

  • Wir schätzen die ethnische und denominationelle Vielfalt, die Gott uns in der OMF/ÜMG gegeben hat, sowie die unterschiedlichen Generationen, Persönlichkeiten, Gaben und Geschlechter.
  • Wir respektieren einander und sind bemüht, die Einheit in Christus zu bewahren
  • Wir fördern die Einheit und Zusammenarbeit unter Christen.

 

Wir sind froh und überzeugt, mit der OMF eine gute Gemeinschaft für unsere Arbeit und unser Leben in Japan gefunden zu haben. Wir lernen viele tolle Menschen kennen und können von ihren Erfahrungen als Missionare profitieren. Wer noch mehr zur Geschichte von OMF wissen will, darf hier auf diesen Link klicken und sich ein kurzes Video mit einer Zusammenfassung der letzten 150 Jahre anschauen.

150 Jahre OMF

 

Liebe Grüsse

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Fr

03

Jun

2016

Shine Week 2016

Die Videos geben euch einen Eindruck von dem, was wir in der Shine Week erlebt haben.

Am Morgen hatten wir eine Worshipzeit. Es war spannend und gewöhnungsbedürftig, mit unterschiedlichen Teams aus den Vereinigten Staaten und anderen Nationen diese Tage zu verbringen. Wir sind unterschiedlich und doch vereint durch einen Gott, eine Wahrheit und einen Geist.

Am Nachmittag gingen wir auf die Strasse, um Flyer und andere Traktate zu verteilen und um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, damit sie Jesus Christus einen Schritt näher kommen können. 

Wir hoffen, dass die Leute die uns gesehen haben, positiv von Christen überrascht wurden.

 

Es war eine gute Erfahrung. Doch wir waren auch froh, noch etwas Zeit mit dem kleinen Schweizerteam zu haben, um ihnen mehr von Japan zu zeigen und das Erlebte zu verarbeiten.

Einige Bilder findet ihr hier:

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Mi

18

Mai

2016

Einblicke in die Missionarsarbeit

Vor einer Woche konnten wir bei JP's HipHop Gospel Dance Class mitmachen. Er abreitet mit LINK, einem Projekt in Tokyo. Bei Link geht es darum, Freundschaften zu schliessen und wo es möglich ist, diese Freunde zu Jesus und in eine Kirche zu begleiten.

Es ist toll, wie JP sein Talent in seine Arbeit integrieren kann. Natürlich waren die Tanzschritte zu schnell für mich : ) aber es hat trotzdem Spass gemacht.

 

Betet für JP und seine HipHop Klasse (jeweils Dienstags um 20 Uhr in Shinjuku).

Die letzte Woche konnten wir die Gemeinde in Hatazawa unterstützen. Kaori durfte z.B. in einer Bibelstunde ihr Zeugnis erzählen oder bei einer Backstunde/ Kaffeekränzchen dabei sein. Einmal zeigten uns zwei Damen Mt. Nokogiri. Dieser Berg ist ein schönes Ausflugsziel und beherbergt einen buddhistischen Tempel und viele Buddhastatuen. Viele Statuen waren verwittert und einigen fehlte der Kopf. Ich musste daran denken, dass es eben nur Steinfiguren sind, wir aber einen lebendigen Gott haben. Wir hatten eine schöne Zeit mit den beiden Frauen und freuten uns, dass sie am Sonntag zum ersten Mal in die Kirche gekommen sind. Es zeigte uns, dass wir selbst auf einem netten Ausflug einen Eindruck hinterlassen.

Am Samstag organisierte ein Missionarskollege eine Wanderung auf den Mt. Tsukuba (877 m.ü.M.). Es kamen 13 Erwachsene (davon waren 5 Gemeindemitglieder) und 2 Kinder, einige kannten sich von einer Englischklasse. Auch dort durften wir mit und tolle Menschen kennenlernen (Bild). In Japan sind Berge oft ein Ort für einen Tempel oder einen Shrine, so war auch Mt. Tsukuba ein religiöser Ort und wir konnten einige aus der Gruppe fragen, was sie am Shrine beteten. "Für einen sicheren Aufstieg, für Erfolg im Leben, ..." waren ihre Antwort. Auf vielen Gebetstafeln am Shrine war der Wunsch für einen guten Partner, eine gute Beziehung festgehalten. Solche Beobachtungen finde ich interessant.

Begegnungspunkte wie diese Wanderung oder Ähnliches sind wichtig. Denn auch von diesen Wanderfreunden sind drei am Sonntag in die Kirche gekommen und haben meiner Predigt auf English oder Kaoris Übersetzung zugehört. Einige haben an diesem Sonntag das erste Mal die Atmosphäre einer christlichen Gemeinde und einen Gottesdienst erlebt. Im Anschluss an den Gottesdienst konnten Kaori und ich "Chäsflade und Rüeblisalot" servieren und einen kurzen Einblick in unser Leben in der Schweiz geben.

Durch diesen Einblick kann ich die Gemeinde Kulutr in Japan besser kennenlernen. Wir sind Gott sehr dankbar für die Begegnungen während dieser Woche.

 

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Di

17

Mai

2016

Nori talk

Nori, eine in Japan sehr beliebte Alge. Man wickelt Nori ums Sushi, geniesst es als Topping auf Reis, in der Suppe und vielen andern Snacks und Speisen.

Wir verbrachten die letzte Woche bei einem sehr netten Ehepaar. Sie lernt fleissig Japanisch und er ist Englischlehrer, war aber zuvor im Nori Business. An einem freien verregneten Nachmittag lernten wir wie dieses Nori vom Meer in die Japanische Küche kommt. Ich muss sagen, eine sehr vielschichtige und aufwendige Arbeit. Es ist spannend zu hören, wie so alltägliche Nahrungsmittel gewonnen und hergestellt werden. Bei uns kommt die Milch ja auch nicht direkt aus der Migros. So kann man es beim Essen umso mehr geniessen und wertschätzen.

Nori gewinnt man nur von November bis April, wenn das Wasser kalt genug ist. Es wird auf Netzen, die wie Felder ein paar Centimeter unter der Wasseroberfläche ausgebreitet sind, angepflanzt.

 

Zum Ernten fährt man mit dem Boot unter dem Netz durch bzw. man zieht das Netz über das Boot und eine Apparatur schneidet einen Teil vom Nori ab. Nach diesem Vorgang wird das Netz und restliche Nori mit einem Mittel gegen Schädlinge behandelt. Nori ist sensibel und ein guter Seegrasfarmer weiss wo die besten Plätze mit der richtigen Strömung sind und wie oft er seine Netze umplatzieren soll.

Übrigens Norisamen werden in Austernschalen gezüchtet, aber das ist ein anderer koplizierter Vorgang.

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Fr

15

Apr

2016

Erdbeben in Kumamoto

In der Nacht vom 14. April 2016 um 21:26 Uhr Ortszeit bebte die Erde auf der südlichen Insel Kyushu. Ein starkes Beben mit einer Stärke von 6,5 auf der Magnitudenskala, gefolgt von vielen kleineren und einigen 6-5M starken Nachbeben, erschütterte die Region um Kumamoto bis in die Morgenstunden. Wir haben es zum Glück nur im Fernseher verfolgt. Aber es machte mir bewusst, dass es in Japan eben Erdbeben gibt. Dieses ist seit dem verherenden Erdbeben vom 11. März 2011 das grösste. Die Schäden sind gross und man geht zum jetzigen Zeitpunkt von 9 Toten und vielen hundert Verletzen aus.

Mehr Infos und Bilder findet ihr zum Beispiel auf dieser Seite: asienspiegel.ch.

 

Nachtrag!!! 18. April 2016

Die Insel Kyushu und Kumamoto hat es hart erwischt. Nun sind es seit dem Beben am Donnerstag über 400 weitere Erdbeben darunter das grösste in dieser Gegend mit einer Stärke von 7,3 Magnitud. Diese vielen und heftigen Erschüterungen haben grossen Schaden angerichtet und bisher 41 Leben gekostet.

 

Nachtrag!!! 21. April 2016

Nach starkem Regen und insgesamt etwa 700 Erdbeben auf der südlichen Insel Kyushu, forderte das Disaster bisher 48 Tote. In solchen Momenten stehen die Japaner zusammen. Aus allen Teilen des Landes kommen Hilfsgüter in das Krisengebiet. Die Rettungskräfte haben noch zu tun und auch der Wiederaufbau wird dauern.

 

Betet doch für die Menschen, die von den Folgen dieser Beben betroffen sind.

 

Bei den Bildern und den Nachrichten ist mir aber auch folgender Bibelvers in den Sinn gekommen:

Jesaja 54,10: Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der Herr, dein Erbarmer.

 

Unser fester Grund ist Gott, der mit seiner Gnade treu bei uns ist. Daran glauben wir und diese Botschaft dürfen wir weitergeben.

 

Liebe Grüsse


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Fr

08

Apr

2016

ようこそ!

yokoso - Welcome in Japan!

Wir sind nach 12 Stunden Flug gut in Japan gelandet. Nach so einem tollen Empfang, freuen wir uns auf die Menschen, das Land, das Essen und natürlich den Dienst! Einige OMF-Missionare, Max, Reiko, JP und sein Freund Lucas sind extra zum Flughafen gekommen. Alles sehr nette und wertvolle Menschen, wir freuen uns noch mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Am Flughafen wurden wir noch von einer TV-Crew von "Youは何しに日本へ?" gefragt, warum wir (als Ausländer) nach Japan gekommen sind? Eine tolle Gelegenheit von unserer Abreit zu sprechen und das Image der Kirche auszufrischen. Wir sind gespannt, ob sie etwas davon ausstrahlen. JP und Lucas, haben eine Kostprobe von JP's coolen Tanzeinsätzen gezeigt.

Es ist schön hier zu sein, fühlt sich aber noch komisch an. Bei einem Spaziergang in der Nähe von Kaoris Elternhaus konnten wir die ersten Eindrücke verarbeiten, unsere müden Knochen bewegen und dabei schon ein paar Nachbaren "Hallo" sagen.

 

Nun freuen wir uns aufs Bett und den morgigen Tag.

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Mi

30

Mär

2016

Heute im Zug

Ich durfte heute nach Bern, um mein Visum in Empfang zu nehmen. Auf der Strecke von Zürich nach Bern sah ich zwei Asiaten. Oft beginnt dann das Ratespiel, sind es Chinesen? Koreaner? oder doch Japaner? Ein Hinweis verriet mir, dass es Japaner sind, auf einer Tasche stand JAL (für Japan Airline).

Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und sie angesprochen, auf Japanisch versteht sich. So entstand ein Gespräch. Ich bin sicher, dass ich nicht immer verständlich war und ich merkte, dass es mir noch an Worten fehlte aber dennoch konnten wir uns fast eine Stunde lang unterhalten.

 

Natürlich erzählte ich mit Freuden, dass meine Frau Japanerin ist und dass wir bald als Missionare (Senkyoshi) nach Japan reisen. Ich konnte ihnen sogar erklären, warum ich nach Japan gehe, 1. weil ich Japan liebe, 2. weil es in Japan wenig Christen gibt und ich denke, dass das was in der Bibel steht viel Sinn gibt und dass Jesus Christus viel Liebe für Japaner/innen hat und 3. dass Gott uns geführt hat.

 

Cool, oder? Ich danke Gott für diese motivierende Begegnung und bete, dass diese beiden Menschen Gott suchen und ihn finden dürfen.

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Di

29

Mär

2016

Noch einen Schlüssel

Am Anfang des Jahres, war mein Schlüsselbund noch voll.

Ende Januar, gab ich den Schlüssel für unser Jugendgruppenlokal ab.

Kurz darauf musste der Schlüssel für meinen Aktenschrank im Büro gehen.

Im März kam der Schlüssel für den Bücherladen dran.

Mit der Aussendung der Chrischona-Gemeinde bzw. zwei Wochen später war der Kapellenschlüssel dran.

Am Samstag vor Ostern gaben wir unsere Wohnung ab und somit auch den Haus- und Briefkastenschlüssel.

Nun habe ich noch einen Schlüssel von meinem Elternhaus.

 

Mal schauen ob ich den auch noch abgebe. Am 7. April fliegen wir nach Japan und freuen uns auf diesen konkreten Schritt auf unserem Weg in die Mission in Japan.

In den letzten Wochen und Tagen mussten wir uns nicht nur von Schlüssel verabschieden, sondern auch von Verwandten und Freunden. Doch wir sind froh, dass es nicht ein Abschied für immer ist, sondern dass wir uns wiedersehen werden, dass für uns gebetet wird und dass wir in Kontakt bleiben, übers Internet sind wir ja gar nicht so weit weg.

 

Am 7. April werden wir uns zwar von der Schweiz verabschieden aber am 8. April werden wir in Japan willkommen geheissen. Dort werden wir neue Bekanntschaften und Freundschaften schliessen, sowie die Beziehung zu Kaoris Familie und Freunde auffrischen. Wir sind gespannt auf unsere OMF-Missionsfamilie und allerlei Begegnungen in die Gott uns leiten wird.

 

Gott ist mit euch in der Schweiz, Gott ist mit uns in Japan und er ist mit den Freunden, die wir treffen. Und...Ich bin sicher, dass es in Japan auch wieder neue Schlüssel für uns gibt!

 

"UF WIEDERLUEGE!"

 

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Fr

11

Mär

2016

5 Jahre

Es ist heute 5 Jahre her, seit ein heftiges Erdbeben und die darauffolgende Flut den Nordosten Japans erschüttert hatte. Auch nach  5 Jahren sind die Aufbauarbeiten noch im vollen Gange. Menschen leben noch in provisorischen Unterkünften, Menschen brauchen noch Hilfe und sie brauchen noch Hoffnung. Denkt dabei an die Kleinen.

Dieses Bild hat ein Kind gemalt, das den Tsunami miterlebt hatte. Ich kann mir nicht vorstellen, was das für Spuren hinterlässt.

 

 

 

 

Schicken wir heute ein Gebet nach Japan, in die Gegend die vom Tsunami verwüstet wurde. Vielen Dank, dass ihr den 11.03.11 nicht vergesst.

 

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Sa

20

Feb

2016

Destination Flavor Japan

Ich möchte nicht den falschen Eindruck erwecken, dass wir wegen dem Essen nach Japan gehen. Ihr wisst jedoch, dass wir Japan, das Land und die Leute lieben. In Japan ist Essen wichtig, nicht nur zur Nahrungsaufnahme, Essen ist Kultur, es ist Vergnügen.

 

Letzte Woche war ich erkältet und musste im WK (Militärdienst) auskurieren. Da hatte ich Zeit, diese 10 Episoden (10x30 Min) lange und sehr coole Doku zu schauen. Man findet sie auf YOUTUBE.

Folgt diesem Koch durch die kulinatischen Entdeckungen und interessanten Bekanntschaften in den unterschiedlichsten Regionen Japans. Es gibt einen schönen Überblick in die Küche Japans, gibt einen Einblick wie die Japaner leben und man merkt, wie eben Nahrungsmittel nicht nur etwas zu Essen sind, sondern von den Japanern (und mir) geliebt wird. Es macht definitiv Apetit auf mehr :), es freut mich auch neben dem Essen in die Kultur Japans einzutauchen.

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Di

02

Feb

2016

OMF - Kurs in England

Hello and welcome to our candidates course.

Wir durften im Januar für zehn Tage nach England. Die erste Woche waren wir in Otford, das liegt südlich von London, wo wir am Kandidaten-Kurs der OMF teilnahmen. Wir hörten in verschiedenen Lektionen wie man in Asien gesund und fit bleibt (geistlich und körperlich), über Gebetspartnerschaft, wie man seine Freunde mobilisieren kann, was die OMF ist, wofür OMF steht und viele weitere Tipps (z.B. welche Schriftarten man im Freundesbrief oder auf der Powerpointpräsentation meiden soll :) ). Wir machten neue Bekanntschaften mit jemandem, der nach China geht und einer Familie die nach Kambodscha ausreist. Daneben durften wir viele OMFler kennenlernen, die uns für eine Lektion besucht haben.

Besonders interessant war der Bericht von John und Sian, die nach vier Jahren Japan nun das erste Mal im Heimataufenthalt waren. Sie berichteten von ihren Herausforderungen mit der Sprache und einer neuen Kultur. Es ist einfach toll, diese OMF-Familie kennenzulernen. Wir nutzten diese Zeit auch, um unser Englisch zu prüfen. Die offizielle Sprache innerhalb von OMF ist Englisch. In den ersten Tage waren wir schneller müde, da alles in Englisch war, aber wir konnten uns gut verständigen und das Meiste verstehen.

 

Was wir gelernt haben (eine kleine Auswahl):

  • Wir wollen mit unseren Gebetspartner im Dialog bleiben, denn sie sind ein wichtiger Teil der Missionsgeschichte. (So werden beide gesegnet!)
  • Stolz kann eine Tür für falsche Motive sein, darum wollen wir uns in Demut üben und Gottes Herrlichkeit im Auge behalten. (Das Gute im Umgang mit Teammitglieder und Japaner annehmen, "carefrontation" - einen Mischung aus Kümmern und Konfrontation)
  • Vor allem in den ersten Jahren wollen wir uns nicht überfordern. Uns wurde gesagt, genug Schlaf, geduldig dranbleiben und ein gesunder Ausgleich sei wichtig.
  • Wir werden noch herausfinden, wie so ein Ausgleich für uns aussieht. (Z.B. Spaziergänge mit Gott, mit Freunden Brettspiele spielen oder mit Interesse das Land erkunden)
  • Ich bin froh, dass ich Kaori an meiner Seite habe, sie kann mir helfen die japanische Kultur zu verstehen. Und natürlich ist Gott auch da!

Die letzten Tage in England hatten wir dann für uns. Wir besuchten den Ort, den ich im Jahr 2007 schon besucht hatte. Dort war es sehr ruhig, nostalgisch und für mich überraschend emotional. Mir fehlten all die Freunde von damals und ich schwelgte in schönen alten Erinnerungen. Für Kaori war es eher "langweilig", da ich meine Erinnerungen nicht so gut mit ihr teilen konnte. In dieser Zweisamkeit lernte ich, dass Kaori und ich uns noch besser kennen lernen dürfen und an unserer Ehe arbeiten sollen. Mit dieser aufgefrischten Erkenntnis erlebten wir dann zwei tolle Tage in London.

 

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Sa

09

Jan

2016

Vision Trip Tokyo 2016

Bist du bereit für ein Abenteuer?

Bist du bereit etwas mit Gott zu erleben?

Bist du bereit die grösste Liebe in die grösste Stadt zu bringen?

 

Dann wäre der Vision Trip Tokyo 2016 vom 19. Mai - 3. Juni etwas für dich.

 

Die OMF bietet dir zusammen mit Shine Japan einen Aufenthalt in Japan. Wenn du mich fragst, ist das allein schon HAMMER! Du hast die Möglichkeit, die japanische Kultur kennenzulernen und neue Freundschaften zu knüpfen. Zudem wirst du in Verbindung mit anderen internationalen Teams im Rahmen von “ShineJapan” die gute Botschaft von Jesus Christus zu den Menschen in Japan bringen. Und ganz bestimmt, wird diese Botschaft auch in dir gestärkt.

 

Ich freue mich, dich kennenzulernen und dabei zu haben! Mehr Informationen findest du auf dem Flyer.

Vision-Trip-Tokyo.pdf
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Mo

14

Dez

2015

Freue dich Simon 2

Heimweh! Im April soll es bei uns losgehen. Wir sind fleissig am Vorbereiten und langsam tröpfeln die Rückmeldungen zu unserer Freundesanfrage ein. Das freut uns sehr.

Doch Heimweh oder Abschiedsgedanken kommen auf, gerade in dieser Weihnachtszeit. Es wird das letzte Weihnachtsfest, dieser Art, in der Huser Familie sein. Zumindest für eine Weile. Was kommen wird wissen wir noch nicht. Deshalb freue ich mich besonders fest auf das Fest.

Ich machte mir einige Gedanken über Heimweh. Was ich am meisten vermissen werde ist meine Familie. Meine Eltern und Geschwister.


Dabei dachte ich mir, wie es wohl sein musste für Jesus, der aus der Herrlichkeit Gottes zu uns auf die "schäbige" Erde gekommen ist. Er hatte bestimmt auch Heimweh zu seinem Vater. Doch dann ging mir ein Licht auf. Jesus ist zu uns gekommen, um unser Bruder zu werden und alle, die an ihn glauben in Gottes Familie aufzunehmen. Wir feiern Weihnachten, weil Jesus gekommen ist, um unser Bruder zu werden. Weihnachten ist wahrliche ein Familienfest.


All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten,

gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.
Johannes 1,12


Auch wenn ich meine Familie in der Schweiz vermissen werde, habe ich dennoch eine Familie in Japan auf die ich mich freue. Gottes Familie ist überall.


Frohe und gesegnete Weihnachten!

Geniesst die Zeit mit Freunden und Familie.

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Di

01

Dez

2015

Freue dich Simon

Bald ist Weihnachten, für die meisten Menschen bedeutet das, die stessige Shoppingzeit ist zu Ende, man sieht ob das Geschenkt gut ankommt oder nicht, man trifft sich mit der Familie und kann sich endlich an der schönen weihnachtlichen Atmosphäre freuen. Wer mit Weihnachten nicht so viel anfangen kann freut sich wenns vorbei ist und Silvester vor der Tür steht.


Vergessen wir da nicht etwas? Ich möchte mich dieses Jahr ganz bewusst freuen, dass Jesus Christus in unsere Welt gekommen ist und dass ich Ihn kennen darf.


Beim Shoppen, am Adventskonzert, beim Beschenken und beschenkt werden und beim Geniessen der weihnachtlichen Atmosphäre, überall möchte ich mich an Jesus freuen! Mit einem Lied im Herzen, sollen die Menschen erfahren:

Freue dich Welt, dein König naht. Mach
deine Tore weit. Er kommt nach seines
Vaters Rat, der Herr der Herrlichkeit, der
Herr der Herrlichkeit, der Herr, der Herr
der Herrlichkeit.
Singt doch dieses Lied mit mir!
Joy_To_The_World.pdf
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Mi

04

Nov

2015

Wir suchen Beter, die mit uns die Geschichte prägen.

Die Geschichte der Mission ist die Geschichte beantworteter Gebete. - Samuel Zwemer


Dieses Zitat trifft voll und ganz zu! Kaori und ich durften erleben wie Gott unsere Gebete beantwortet hat und in unsere Geschichte eingriff. Zwar nicht immer wie wir es erwartet haben aber durchaus positiv. 

Nun sind wir auf der Suche nach Betern, die unsere und Japans Geschichte im Gebet mittragen.

  • Wir sind überzeugt, dass wir ohne Beter nicht halb so tolle und segensreiche Geschichten erleben werden.
  • Wir sind überzeugt, dass Gott dich brauchen will, um Missionsgeschichte zu schreiben.
  • Wir sind überzeugt, dass Gott Gebete beantwortet und wir vertrauen seiner Hilfe.

Wir bitten dich, für uns zu beten. Wenn du unsere Geschichte mit deinen Gebeten prägen willst, dann melde dich bei mir. Wir werden deine E-Mailadresse oder Postanschrift aufnehemn und dir regelmässig unsere Gebetsanliegen zukommenlassen, aber dir auch Geschichten mitteilen, wie Gott dein Gebet beantwortet hat.


Vielen Dank!

Simon

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Mo

12

Okt

2015

Gratulation dem japanischen Rugby-Team

Die Rugby Weltmeisterschaft geht in England weiter. Das japanische Team muss leider schon nach Hause zurück gehen. Doch! es darf mit stolzer Brust und erhobenem Haupt aus diesem World Cup. The Cherry Blossoms (die Kirschblüten), wie das Team auch genannt wird, haben als Aussenseiter das favoriten Team Südafrika bezwungen und noch drei weitere Gruppenspiele gewonnen. Leider hat es nicht ganz bis in die Viertelfinals gereicht, trotzdem haben sie gut gespielt. Rugby ist in Japan längst nicht so populär wie Baseball.


Warum erzähl ich euch davon?

Ich habe dieses Video gesehen, indem Goromaru-san, der im letzten Spiel gegen die USA zum Man of the match (Spieler des Matches) gekürt wurde zu weinen beginnt. Ungewöhnlich für Japaner so emontional zu sein und seine Gefühle zu zeigen und dennoch nicht selten. Gerade bei Sportler brechen diese starken Gefühle hervor. Sie stehen unter grosser Anspannung und geben alles für ihr Team. Sie trainieren hart und kämpfen bis zum Sieg. Verständlich und beeindruckend einen strammen Japaner so übermannt zu sehen.

In Japan versucht man sein Gesicht zu wahren, also möglichst keine Fehler und Schwächen zu zeigen. Einige Japaner die ich kenne sind sehr ehrgeizig und verlieren dementsprechend ungern. Meine Frau ist z.B. so :). Diese Eigenschaft zeigt sich im Fleiss und in der Hingabe mit der so manche Japaner ihr Handwerk verrichten. Darum finde ich es ganz okay, wenn auch mal Tränen fliessen, wenn man sein Bestes gibt und doch knapp das Ziel verfehlt.


Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. - 2. Korinther 12,9


Die Bibel zeigt uns noch einen anderen Umgang mit Schwachheit und menschlichen Niederlagen.

Matta ne ^^

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Mi

09

Sep

2015

Unsere Missionsvorbereitungen 2

Hurra, wir sind seit dem 5. September 2015 offizelle OMF-Kandidaten. Das Gespräch vor dem Heimatrat lief gut. Wir wurden freundlich empfangen und konnten entspannt auf ihre Fragen Antwort geben. Nach einer kurzen Beratungszeit haben sie uns einstimmig in der OMF-Familie willkommen geheissen. Beim anschliessenden Mittagessen durften wir noch mehr plaudern. Ich schätze solche Gespräche und Fragen, da ich meine Gedanken ausdrücken und meine Anliegen erklären muss. Es motiviert und korrigiert, auf jeden Fall bereichert es.


Matta ne ^^ Bis bald

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Mo

10

Aug

2015

Unsere Missionsvorbereitungen

Ich möchte euch ein kurzes Update über unsere Missionsvorbereitungen geben. Wir haben uns bei der Missionsorganisation OMF (Overseas Mission Fellowship), zu deutsch ÜMG (überseeische Missions-Gemeinschaft) beworben. Von Freunden hörten wir, dass die OMF sich sehr gut um ihre Mitarbeiter kümmert und dass die OMF den Berwerbungsprozess sehr genau nimmt. Sie meinten mit einem Schmunzeln: "OMF steht auch für One Million Files", also eine Million Dokumente. Die OMF feiert dieses Jahr ihr 150 Jahre Jubiläum. In der Zeit, seit dem Gründer Hudson Taylor bis heute ist ein grosser Erfahrungsschatz zusammengekommen, von dem wir profitieren dürfen.


Wir sind also Schritt für Schritt dran, diese Unterlagen auszufüllen und haben bereits einen Besuch beim Arzt und ein entspanntes Gespräch bei einem Psychologen hinter uns. Vor kurzem hatten wir Besuch vom Leitungsehepaar der OMF Schweiz und konnten bei Kaffee und Kuchen die nächsten Schritte besprechen. Am 5.September werden wir zum Vorstellungsgespräch vor dem Heimatrat der OMF Schweiz gehen. Es wird immer konkreter. Wir sind zuversichtlich, in der ersten Jahreshälfte 2016 unseren Weg nach Japan anzutretten.


Wir wollen und können es nicht ohne unseren Gott und euch. Wir vertrauen Gott, der uns bis hierher begleitet hat und wir brauchen euch, gute Freunde die uns unterstützen. Wir wollen den Kontakt und die Beziehungen zur Schweiz und zu euch pflegen. Natürlich sind wir sehr froh und dankbar über eure Gebete für uns und wenn ihr uns finanziell unterstützen wollt. Ich habe eine kleine Broschüre erstellt, die euch über unseren Weg nach Japan informieren soll. Kommt doch auf mich zu, wenn ich euch diese Infos zukommenlassen darf.


Lieber Gruss

Simon & Kaori


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Willkommen auf huserinjapan!